Projekt „Arche“: Der Aufbau eines krisenfesten Offline-Systems
Als Basis für mein „digitale Rettungsboot“ dient der neue Raspberry Pi 5.
1. Die Hardware-Strategie
Um eine Balance zwischen Mobilität, Robustheit und Rechenleistung zu finden, haben wir (ich arbeite mit Gemini zusammen) uns für eine spezifische Hardware-Konfiguration entschieden:
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Recheneinheit: Raspberry Pi 5 mit 16 GB RAM. Dies ist die maximale Ausbaustufe, um rechenintensive Anwendungen wie das Sprachmodell Gemma flüssig betreiben zu können.
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Speichermedium: Eine 2 TB WD Blue SN580 NVMe SSD. Im Gegensatz zu herkömmlichen SD-Karten bietet diese SSD die nötige Geschwindigkeit und Langlebigkeit für ein Archivsystem.
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Gehäuse & Kühlung: Das Argon NEO 5 NVMe Case. Ein Aluminiumgehäuse, das den Pi schützt, passiv und aktiv kühlt und die SSD über ein PCIe-Flachbandkabel direkt anbindet.
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Eingabegeräte: Die faltbare Hama Travel 450 Tastatur (USB-C) für maximale Portabilität.
2. Die Inbetriebnahme (Phase 1)
Da das Gesamtsystem modular aufgebaut ist, startete die erste Phase mit einer stabilen Grundkonfiguration auf einer 32 GB RedTiger microSD-Karte. Als Betriebssystem wurde das offizielle Raspberry Pi OS (64-bit) „Bookworm“ gewählt.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der „Reinheit“ des Systems: Es wurde bewusst auf unnötigen Software-Ballast verzichtet, um Ressourcen zu schonen. Für den komfortablen Zugriff vom Haupt-PC aus wurde eine Remotedesktopverbindung (RDP) eingerichtet. Hierbei wurde das System von der modernen Wayland-Umgebung auf den bewährten X11-Standard umgestellt, um eine stabile Bildübertragung zu gewährleisten.
3. Systemdiagnose und Software
Die ersten Stresstests lieferten exzellente Ergebnisse. Mit einer Leerlauftemperatur von etwa 41,7°C und dem voll erkannten Arbeitsspeicher ist das Fundament stabil. Für die administrative und pädagogische Arbeit wurden bereits folgende Kernkomponenten installiert:
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LibreOffice: Für die Bearbeitung von Dokumenten und Tabellen (HAK-Kontext).
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Okular: Ein leistungsfähiger PDF-Reader für große technische Dokumentationen und Archive.
Ausblick
Sobald die aktive Kühlung und die NVMe-SSD eintreffen, folgt der Umzug des gesamten Systems vom „Hilfsantrieb“ (SD-Karte) auf den „Hyperantrieb“ (SSD). Das finale Ziel ist die Integration von Ollama, um mit dem Sprachmodell Gemma eine völlig netzunabhängige, künstliche Intelligenz zu schaffen.